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Luftaufnahme zeigt eine unbefestigte Straße durch dichten, grünen Dschungel unter bewölktem Himmel.

Handlungsfeld Lieferkettenverantwortung

Unternehmerische Lieferkettenverantwortung bei Seeberger

2021 wurde das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Deutschland verabschiedet. Es verpflichtet Unternehmen, ihre Lieferketten nach menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risikofaktoren zu betrachten und Verstöße aufzudecken. Das LkSG betrifft Firmen mit mindestens 1.000 Angestellten. 

Wir bei Seeberger sind der Meinung, dass Unternehmen unabhängig von ihrer Größe oder gesetzlichen Vorgaben die Verantwortung für ihre Lieferkette übernehmen sollten. 

Transparenz in der Lieferkette

Transparenz sicherstellen
Mit unseren jährlichen Transparenz- und umfassenden Risikoanalysen wollen wir die Lieferkette jedes Produktes und dessen Ursprung verstehen und wertschätzen. Dies ist die zentrale Voraussetzung, um überhaupt auf menschenrechtliche oder umweltbezogene Verstöße aufmerksam zu werden.
Verbindlichkeit schaffen
Was wir erwarten, formulieren wir klar in unseren Einkaufsbedingungen und dem Supplier and Business Partner Code of Conduct. Zudem haben wir ein öffentliches Hinweisgebersystem initiiert, über das jede Unstimmigkeit in der Lieferkette erkannt und zeitnah behandelt wird.
Partnerschaften ausbauen
Wir setzen, wo immer machbar, auf direkten Kontakt mit unseren Lieferant:innen statt langer, komplexer und verschlungener Lieferketten. Wir setzen uns kontinuierlich dafür ein, unsere Partnerschaften mit allen Lieferant:innen auszubauen und zu stärken. Zahlreiche Partnerschaften bestehen bereits seit Jahrzehnten.

 Lieferantenmanagement bei Seeberger

Schon seit 2012 sind unsere Sustainability Guidelines fester Bestandteil der Einkaufsbedingungen. Ihre Einhaltung überprüfen wir mithilfe eines strukturierten Lieferanten-Monitorings, das aus mehreren aufeinander abgestimmten Bausteinen besteht. So können Risiken frühzeitig erkannt, Prozesse laufend verbessert und unsere Sorgfaltspflichten nachweislich erfüllt werden.

Seit 2025 ergänzt unser Supplier and Business Partner Code of Conduct diese Standards und formuliert verbindlich unsere Erwartungen an Menschenrechte, Umwelt- und Sozialstandards sowie integres Wirtschaften entlang der Lieferkette – als Grundlage für langfristige, faire Partnerschaften.

Seit 2026 bekräftigen wir diese Verantwortung zusätzlich in unserer Grundsatzerklärung. Darin verpflichten wir uns zur Achtung der Menschenrechte und Umweltstandards entlang unserer Lieferkette und zeigen auf, wie wir dieser Verantwortung konkret nachkommen.

Module des Seeberger Lieferanten Monitorings

Icon, auf dem ein Einkaufskorb vor einem kreislaufenden Pfeil dargestellt wird.

Seeberger-Einkaufsbedingungen & Sustainability Guidelines:

Verpflichtender Vertragsbestandteil für alle Seeberger-Lieferant:innen

Icon, das eine Lupe darstellt, das das Seeberger Logo untersucht.

Seeberger Transparenzanalyse:

Die Transparenzanalyse * bewertet nach Stufen, woher wir unsere Produkte beziehen und wie weit wir unsere Produkte rückverfolgen können. Das Ergebnis fließt in die Risikoanalyse mit ein.

Icon, das einen Aktenordner vor einem Warnschild darstellt.

Datenbasierte Risiko- analyse:

Auswertung generischer Datenquellen zu sozialen oder ökologischen Risiken in Seeberger-Lieferländern und -Regionen.

Icon, das eine Checkliste darstellt.

Lieferanten-Fragebögen (Supplier Questionaire):

Digitalisierte Fragebögen* zur Selbstauskunft für Lieferant:innen. Sie sind längerfristig die Basis zur Entwicklung eines individuellen Nachhaltigkeitsindex für Lieferant:innen. Auch diese Ergebnisse fließen in die Risikoanalyse mit ein.

Icon, auf dem sich zwei Personen die Hände schütteln.

Persönlicher Kontakt:

Einkaufsreisen, persönlicher Kontakt auf Messen, bei Besuchen in Ulm oder auf Konferenzen. Bei Besuchen im Ursprung werden die Angaben der Lieferant:innen-Fragebögen mittels Checklisten* stichprobenartig überprüft.

* Fließen in die Risikoanalyse mit ein

Meilensteine Lieferketten –
Was bisher geschah

seit 1965

Eine Darstellung, die den Ursprung in der Lieferkette symbolisiert.

Seit über 70 Jahren unternehmen wir Ursprungsreisen zu unseren Partner:innen, die für uns Nüsse, Früchte und Kaffee in bester Qualität anbauen. Von Kanada über Kalifornien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien und Nicaragua ging es nach Portugal, Ghana, Elfenbeinküste, Slowenien, in die Türkei und bis nach Vietnam. Wir sind weltweit unterwegs.

2012

Eine Darstellung, die die Nachhaltigkeitsrichtlinien in der Lieferkette symbolisiert.

Seit 2012 gelten unsere "Sustainability Guidelines" und sind Bestandteil unserer Einkaufsbedingungen.

2016

Eine Darstellung, die die Lieferkettenbefragung von Lieferanten symbolisiert.

Seit 2016 führen wir regelmäßig Befragungen unserer Lieferanten durch und entwickeln unseren Fragebogen kontinuierlich weiter. So erlangen wir Erkenntnisse über die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Tätigkeit.

2021/22

Eine Darstellung, die die Transparenzanalyse in der Lieferkette symbolisiert.

Seit 2021 bauen wir unsere Transparenzanalysen auf, um systematisch unsere Einkaufspraktiken zu erfassen. 2022 erlangten wir so erstmals Erkenntnisse über die Transparenzstufen in unseren Geschäftsbereichen Handel und Professional.

2022

Eine Darstellung für faire Lieferketten und Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern.

Seit 2022 fokussieren wir uns verstärkt auf mögliche Risiken in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Menschenrechten in den Herkunftsländern. Sobald wir Risiken identifizieren können, leiten wir weitere Schritte ein, um diese genauer zu untersuchen und zu bewerten.